Montag, 10. Dezember 2012

Regenzeit

Und der Himmel hier ist doch höher als in Deutschland!!! Zumindest hat es den Anschein wenn sich die riesigen Wolkenberge am Nachmittag über der Farm zusammenbrauen. Kein Tropfen Regen fällt, doch die Blitze und das Donnergrollen sind deutlich zu vernehmen. Wenn es bei uns auf der Farm trocken ist, heißt das jedoch lange nicht das es eine Farm weiter nicht gerade einen Weltuntergangs-Regenschauer gibt oder noch eine Farm weiter ein Buschfeuer ausgebrochen ist. Die Wolken ziehen hier so merkwürdig über das Land, dass jede Wettervorhersage unnütze ist.
Gestern hatte ich den letzten Arbeitstag auf der Farm. Jetzt sind nur noch die vier Backpacker am arbeiten, die auch noch im Januar hierbleiben werden. Drei von uns werden diese Woche bzw. nach Neujahr (Ich) die Farm verlassen und weiter reisen. Eigentlich hatte ich nicht vor Weihnachten auf der Mangofarm zu verbringen, jedoch sind die Flüge an die Ostküste oder Tasmanien einfach mal doppelt so teuer als sonst. Daher habe ich mich entschieden die Feiertage noch bei meinen Freunden auf der Farm zu verbringen und dann nach den Festtagen an die Ostküste weiter zu fliegen. In den drei Wochen werden wir wohl noch ein paar Ausflüge nach Darwin und in den Kakadu NP unternehmen. Auch wenn die 4WD Straßen zu den großen Wasserfällen wegen Regenzeit schon gesperrt sind, so gibt es im Park dennoch viel zu entdecken. Denn er ist nicht umsonst einer der schönsten Nationalparks des Landes =)... Liebste Grüße! Eure Mareike

Freitag, 16. November 2012

Mangofarm Part II -> Pruning

Es ist ja nicht so, dass ich dem deutschen Herbst entfliehe um dem Herbstblätter-Auffegen im Garten zu entkommen.....Seid 3 Wochen hat die Pruningsaison begonnen. Zunächst haben wir die Bäume unserer Farm zurück geschnitten und die Äste zusammengefegt, jetzt sind wir seid einer Woche auf der Farm eines anderen Anbauers. Zu Beginn waren wir noch eine Truppe von 20-25 Leuten, da unsere Farm sehr groß ist und wir sonst zu viel Zeit benötigt hätten. Nun wurde die Arbeiterzahl auf 8 Leute reduziert. Ich hatte mal wieder Schwein und durft bleiben (muhahahahah!!). Und wäre das nicht genug des Glücks, darf ich mich jetzt auch noch Besitzerin eines ca. 8 m² großen Einzelzimmers nennen =) so mit richtigem Bett und Regal für Klamotten und so. Es wird von Montag bis Freitag jeden Tag 9 1/2 Stunden auf dem Feld gearbeitet. Das Wetter ist heiß und schwül (ca. 34-37 Grad), jedoch nimmt die Wolkendichte von Tag zu Tag zu da die Regensaison startet. Gestern hatten wir den ersten RICHTIGEN Regenguss, sodass wir die Arbeit frühzeitig abbrechen mussten (naja ne halbe Stunde eher ^^). Die Arbeit ist körperlich, zumindest für die Mädels, nicht sonderlich anstrengend. Wir fegen mit Heugabeln die abgeschnittenden Äste und Blätter unter den Bäumen weg und auf einen Haufen in der Mitte der Baumreihen. Zwar habe ich bereits zwei Blasen und ein paar Schwielen an den Händen aber die machen mir nicht so viel aus wie die Hitze. Heute ist Samstag, also haben wir frei. Ich lege mich gleich ne Runde in den Schatten und lese eine Runde. Heute Abend geht es auf ein Rodeofestival. Da bin ich ja mal sehr gespannt drauf. Liebste Grüße an die Heimat und die Bremer Fraktion! Ich vermisse euch =) Mareike

Donnerstag, 18. Oktober 2012

mango Mango MANGOOOOOO !!!!

Wer lebt in der Mango ganz tief im Meer??*sing* Nun bin ich seid fast zwei Wochen auf der Mangofarm naehe Darwin. Die Arbeit ist anstrengend aber gut bezahlt und so habe ich schon innerhalb einer Woche ueber 1000 Dollar gemacht. Das ist schonmal der Flug nach Australien...wir arbeiten zz 9-13 Stunden am Tag. Das schlaucht vorallem in den Beinen. Fuer alle die die meinen letzten Blog nicht verfolgt haben: nachdem die mangos gepfluegt wurden kommen sie in grosse bins und werden zu unserer packhale gefahren. da werden sie erst von einer maschiene gewaschen und dann auf einem laufband auf die reise geschickt. 4-5 leute sitzten dann an einem tisch und sammeln schonmal grob schlechte Fruechte raus und sortieren nach erste und zweite Klasse. Dann reisen die Mangos auf zwei unterschiedlichen Baendern weiter und werden automatisch von der Maschiene abhhaengig von ihrem Gewicht bei unerschiedlichen Stationen rausgeworfen. Da stehen dann wir Maedels und schauen nochmal ob es wirklich erste bzw zweite Klasse Fruechte sind und packen die dann in Kartons...Da passen dann je nach Groesse 10/22 Mangos rein. Innerhalb der ersten und zweiten Klasse wird dann aber nochmal nach Premium und erste Klasse bzw zweite Klasse A und B...fertig gepackt kommen sie auf ein Rollband. Da rolen sie dann zu den Jungs die die Mangos stickern und die Kisten mit Barcodes versehen. Dann werden die Kisten auf Paletten gestellt und festgewickelt. Noch ne Palettennummer dran und ab auf den Lkw bzw in den Kuehlraum. Ja und so stehen wir dann da eine ganze Weile und wenn wir Pech haben gibt es in einer Groesse ziehmlich viele Mangos und dann laueft as Band ueber und man kommt gar nicht hinterher mit dem Packen. Dass passiert leider sehr haeufig. Jede zwei einhalb Stunden gibt es eine 15 min Pause. Da werden wir dann mit Muffins, Kuchen, Pizza, Eis, Schoki usw gemaestet. Zu Mittag haben wir 45 Minuten Pause. Die Australier haben die schlechte Angewohheit viel Essen, sehr fettig, komisch zu kombinieren. So gibt es dann mal Kartoffeln mit Reis und Sahnesosse...Aber auch fast immer Fleisch. Heute haben wir mal einen Tag frei weil es gestern geregnet hat und die Pfluecker nicht pfluecken konnten. Auch mal nett. Ausschlafen, in die Stadt fahren und mal nicht den ganzen Tag stehen. Die Saison soll Ende Oktober schon zu Ende sein. Ich werde jedoch noch eine Weile auf der Farm bleiben und beim Aufraeumen und Baeume schneiden helfen. Dann geht es wahrscheinlich an die Ostkueste. So jetzt seid ihr auf dem neusten Stand...

Freitag, 5. Oktober 2012

"Australia here I come !" oder "Das Gefuehlschaos"

Nach insgesamt 52 Stunden Flug und Aufenthalt auf Flughaefen komme ich endlich in Darwin an. Es ist schwuel und mindestens noch 28 Grad warm. Es ist 1:40 am Morgen. Mit dem Shuttle Bus fahre ich zum Hostel und falle sofort ins Bett. Es dauert dennoch eine ganze Weile bis ich einschlafen kann. Am naechsten Morgen mache ich mich auf den Weg wichtige Angelegenheiten wie Bankkonto, Handynummer, Job zu klaeren. Zunaechst gehe ich zur Bank. Ich eroeffne ein Konto, muss aber spaeter nochmal wieder kommen da ich Handynummer und feste Adresse angeben muss fur die Zusendung der Karte. Ok weiter zum Handygeschaeft. Das kaufen einer Handykarte lauft genauso reibungslos wie in Deutschland. Also weiter zum Jobcenter. Doch wo ist es hin? Da wo ich es in Erinnerung hatte ist nun ein normales Wohnhaus. hm...das Informationscenter gibt mir eine Liste weiterer Jobcentren. Zur Sicherheit waehle ich die Handynummer des Besitzers der Mangofarm, auf der ich arbeiten will. Der sagt mir ganz trocken, dass er keine Arbeiter mehr braucht und legt auf. Zur Information: vor vier Jahren habe ich bereits auf dieser Farm gearbeitet und hat allen Arbeitern versichert, dass wir jederzeit zuruck kommen koennen um wieder bei ihm zu arbeiten. Vorsichtshalber habe ich vor einem Monat zwei emails an ihn geschrieben, in denen ich ihm mitteilte, dass ich Anfang Oktober nach Darwin komme und gerne bei ihm arbeiten wuerde und ob es immernoch den gleichen Lohn gibt. Er antwortete, dass es immer noch 19$/h gibt und die Saison Ende September startet. Ich darauf hin geschrieben dass ich am 5.10 ankomme und ob sie mich in Palmerston abholen koennten. Daraufhin kam keine Antwort. Tja. Nun sass ich da, ohne Job, in einer Gegend wo es sonst keine Arbeit gibt und hatte etwa 200 euro fuer den Flug ausgegeben um auf der Farm arbeiten zu koennen. Meine Stimmung war dem entsprechend mies. Die Hoffnung noch nicht aufgegeben, suchte ich nach anderen Jobs. An der Pinnwand des Hostels fand ich einige interessante Volunteer angebote und ich gewann wieder Mut. Nach einigen Mails an Organisationen schrieb ich auch noch eine "Hassmail" an die Mangofarm. In der stand, dass ich 200 Euro bezahlt habe um nach Darwin zu kommen um auf der Farm zu arbeiten und dass ich doch extra bescheid gesagt hatte dass ich komme. Sie haetten mir ruhig schreiben konnen dass sie keine Arbeiter mehr brauchen, dann hatte ich das Geld sparen koennen. Danach fuehlte ich mich wesentlich erleichterter. Ich machte einen Spaziergang zum Strand und genoss die Sonne. Am Abend ging ich dann noch in den Supermarkt um etwas zu Essen zu kaufen, als ploetzlich das Handy klingelte. Es war Rae, eine Angestellte des Mangochefs mit der ich mich das letzte mal auch sehr gut verstanden habe. Sie teilte mir mit, dass es ihr Leid tut wie es gelaufen ist und dass sie meine letzte Mail ueberlesen hat und ich desshalb nicht auf ihrer Arbeiterliste stand, sie aber jetzt die Mail gefunden hatte. Ob ich ein Auto habe und wann ich anfangen wolle. Mir viel ein riesen Stein vom Herzen und ich konnte kaum reden weil ich so erleichtert war und fast angefangen haette zu heulen ^^. Puhhhhh...Es sollte sich also doch noch alles zum guten wenden. Sonntag werde ich nun mit dem Bus eine Stadt weiter fahren und von dort aus werde ich abgeholt. Ich bin sehr gespannt auf die Leute und freue mich meine Reisekasse nach den hiesigen Flugkosten wieder etwas auffuellen zu koennen. Bis demnaechst! Mareike

Dienstag, 21. August 2012

Der Ruf des roten Kontinents

Und es geht wieder los... Nach drei Jahren Studium in Bremen ist es endlich wieder soweit...Das Fernweh hat mich gepackt und ich kann endlich wieder meinen Rucksack schultern. Wo es hingeht? Natürlich wieder nach Australien! Denn auch wenn ich bereits 8 Monate in diesem wunderbaren Land verbracht habe, so habe ich noch lange nicht genug und es gibt noch eine Menge Orte die ich bereisen möchte. Auch wenn es nun wieder abschiednehmen heißt von der Familie und den Freunden, so überwiegt doch die Freude auf das Bevorstehende. Das Visum ist eingeholt, der Flug gebucht...bald geht es los! Ich halte euch auf dem Laufenden