Donnerstag, 12. September 2013

Der Schluss

Nun bin ich bereits seid einigen Monaten wieder in Deutschland und habe das Schreiben des letzten Blogeintrages bestmöglich vor mir her geschoben. Denn das Schreiben des letzten Eintrags bedeutet das Abschließen mit einer Reise. Die Zeit in Australien war wieder einmal eine einzigartige Erfahrung. Ich habe viele wunderbare Menschen kennengelernt und viele beeindruckende Landschaften besuchen dürfen. Von all diesem Abschied zu nehmen ist mir nicht leicht gefallen und ich kann es kaum erwarten wieder im Flugzeug zu sitzen. Aber nun erstmal zu meinen letzten Wochen in Australien...

In einer extrem kurzfristigen Aktion wurde ich von meiner Mitfahrgelegenheit, mitten in der Nacht, vor den Toren des Ecobeach Resorts in Broome abgeholt. Das Verabschieden meiner kleinen Ecofamily war sehr merkwürdig, hatte ich doch bereits 2 Monate a 24 Stunden mit ihnen auf sehr kleinem Raum verbracht. Die Autofahrt ging 13 Stunden Richtung Süden. An einer Kreuzung im Nichts (1 Stunde südlich von Exmouth)wurde ich rausgelassen und mein Fahrer setzte seine Reise in Richtung Carnavon fort. Ich jedoch wollte mir dieses Mal die Chanbce mit Walhaien zu schnorcheln und am Navy Pier in Exmouth zu tauchen, nicht entgehen lassen. So wartete ich ganze 5 Minuten an besagter Kreuzung im Nichts und wurde vom ersten Caravan mitgenommen der vorbei fuhr. Das sehr nette, ältere, australische Ehepaar mit kleinem Hund auf meinem Schloss brachte mich direkt zur Tourist Information in Exmouth. Hier wartete ich auf einen Anruf meines Couchsurfinghosts, welcher mich für die nächsten 4 Nächte bei sich aufnehmen wollte...Wiedermal hatte ich Glück und so stellte sich herraus, dass mein Host bei einer Tauchbasis arbeitete und mich am nächsten Tag für zwei Tauchgänge am Ningaloo Reef umsonst mit aufs Boot schleusen konnte. Neben dem traumhaft türkisen Wasser und der darunter verborgenen Unterwasserwelt, wurde ich auch mit zahlreichen Mobularochen, einem Ammenhai und einer kleinen Gruppe von Buckelwalen (diese leider nur von überwasser beobachtet) belohnt .
Am nächsten Tag fuhr ich dann nochmals raus um endlich den Walhaien zu begegnen. In einer Gruppe von 10 Leuten wurde wir bei Sichtung eines Tieres durch einen Guide ins Wasser gejagt und durften den langsam durchs Wasser schwimmenden Tieren bis auf 4 Meter nahe kommen. Es war ein extrem aufregendes und atemberaubendes Erlebnis. Wenn aus dem blauen Nichts plötzlich ein Riese mit geöffnetem Maul in deine Richtung geschwommen kommt und mit langsamen Flossenbewegungen an dir vorbei gleitet. Eine Begegnung die man sein Leben nicht vergessen wird. Der geplante Tauchgang am Navy Pier, einem der Top Divespots der Welt wurde leider drei Mal wegen schlechtem Wetter und zu hohem Wellengang abgesagt...naja so habe ich wenigstens einen Grund mehr wieder zurück zu kommen ;-)
Weiter ging es nach einigen Tagen mit dem Flugzeug nach Perth. Dort besuchte ich eine ehemalige Eco Beach Mitarbeiterin, bei der ich auch 3 Tage unterkommen konnte. Oh man war es kalt in Perth! Da kommt man vom 30 Grad warmen Broome, zum ca. 20 Grad warmen Exmouth und landet dann 5 Tage später im 12 Grad kalten Perth! Hier noch ein paar Resteinkäufe getätigt, noch ein wenig durch die Stadt gewandert und mir zum ersten mal den Stadtteil Fremantle angesehen. Und dann hieß es auch schon wieder ab ins Flugzeug und rüber nach Sydney, da von dort mein Flieger nach Shanghai und dann nach Frankfurt starten sollte. Nach einer sehr langen Rückreise (mit ca. 50 Stunden Unterwegssein), kam ich dann irgendwann wieder in der Heimat an...
Es hatte sich viel verändert und ich musste mich zunächst an viele neue Begebenheiten gewöhnen. Ein neuer Teilabschnitt meines Lebens sollte nun beginnen und auch nach anfänglich starkem Straucheln freue ich mich nun auf die neuen Herrausforderungen!
Danke dass ihr Interesse an meiner Reise gezeigt habt!! Bis zum nächsten Mal ;-)
Eure Mareike

Dienstag, 14. Mai 2013

Ecobeach

Nach langer Wartezeit gibt es hier den naechsten Blog! Nachdem ich meine Family zum Flughafen in Darwin gefahren habe, habe ich noch 2 Naechte bei einer guten Freundin uebernachtet und das Auto wieder abgegeben. Dann ging meine Reise weiter Richtung Westkueste. Genau genommen Broome! Da ich nun dringend einen Job brauchte und in Broome nach der Wetseason nun die Touristensaison beginnen sollte, dachte ich mir dass hier der richtige Platz zur Jobsuche ist. Nach einer Woche Bewerbungenverteilen und herumtelefonieren, habe ich dann ein erstaunlich gutes Jobangebot in einem Ecoresort 90 min suedlich von Broome bekommen. Hierbei handelt es sich um ein 4 1/2 Sterne Resort, dass sich durch eine Vielzahl oekologischer Einrichtungen wie Solaranlagen, Mülltrennung und Recycling, recycelter Muellbeutel und Toilettenpapier, Gemüsegarten, Wasserauffangstation und Wasseraufbereitungsanlagen auszeichnet. Meine Aufgabe ist das reinigen der Zimmer (Villen) und der festinstalierten Zelte (mit richtigem Bett und kleinem Bad). Ich arbeite meistens von 7 bis 15 Uhr und bekomme Werktags 20.75 Dollar, Samstags 24 Dollar, Sonntags 27 Dollar und Feiertags 41.25 Dollar. Soweit so gut. Dazu duerfen die Angestellten bei Aktionen wie Boatfishing, Schlammtouren, Yoga, kajaking usw kostenlos mitmachen =) auch auf Whalewatching Touren die jetzt bald anlaufen duerfen wir kostenlos mit =) (ab Juni sollen hier Buckelwale in der Bucht dümpeln die man sogar vom Strand aus springen sehen kann!) Einmal die Woche haben wir einen Tag frei. An dem fahre ich meistens mit dem Transferbus vom Resort in die Stadt um Freunde zu besuchen, auf dem Wochenendmarkt zu schlendern, am Cable Beach zu sonnen oder die Kamele im Sonnenuntergang zu beobachten. Das letzte Mal hatte ich sogar die Gelegenheit mit dem Flugzeug zurueck zum Resort zu fliegen (haben seid diesem Jahr eine eigene Landebahn. Fotos siehe Fotoalbum!). Geplant ist ab Mitte Juni noch runter ueber Exmouth nach Perth zu fahren um die Walhaie zu betauchen. Von Perth fliege ich dann nach Sydney und von dort geht es dann schon wieder Richtung Heimat. Wie schnell doch die Zeit vergeht....

Mittwoch, 10. April 2013

Family Roadtrip Cairns-Darwin

Nach langer Sendepause kommt hier der neue Blogeintrag...
Die letzten Wochen waren meine Mutter und mein Bruder zu Besuch in Australien. Da sie leider nicht viel Zeit mitgebracht hatten haben wir uns einen Campervan gemietet und ein Power-Australien Programm durchgezogen. Mit Schnorcheln/ Tauchen am Great Barrier Reef, Regenwaldwanderungen in den Tablelands, Bootstouren zu traumhaften Inselstraenden, Touren durchs Outback, Krokodilsafari und schlussendlich Wandertouren durch den Kakadu und Litchfield NP. Trotz strammem Programm und viel Autogefahre hatten wir viel Spass und ich denke ich konnte den Beiden in der kurzen Zeit einen wirklich schoenen Bruchteil dieses wundervollen Landes zeigen =) Jetzt heisst es wieder alleine weiter. Ich habe gestern einen Flug nach Broome gebucht, da es heisst dort findet man zz gut Arbeit. Und die brauche ich nun wirklich! Nach mehr als 3 Monaten unbezahltes gearbeite und gereise ist es nun wirklich an der Zeit die Brieftasche wieder ein wenig zu fuellen. Fotos folgen....
Mareike

Donnerstag, 28. Februar 2013

Solomon Islands

Ich lande gegen 14 Uhr ortszeit in Honiara, der Hauptstadt der Salomonen auf der Insel Guadalcanal. Die Jungs warten schon auf der Aussichtsterrasse des Airports und winken mir zu. Da ich bis jetzt keine Gelegenheit hatte richtig tauchen zu gehen habe ich mir mal was gegoennt und mir einen Flug auf die Salomonen, nord-oestlich von Australien, gebucht. Da ich momentan einfach Glueck habe, habe ich durch Kontakte Freunde auf den Salomonen gewonnen was Unterkunft, Fortbewegung und Tauchen erleichtert hat...Die ersten Eindrucke erinnern mich sehr an Fiji oder die Dominikanische Rep.. Das Leben hier ist groessten Tels aermlich und die Stadt ist sehr verdreckt. Trotzdem sind alle froehlich und winken einem zu. Das Wetter ist nicht schlecht, leicht bewoelkt aber sehr schwuel.
Am naechsten Tag geht es gleich zum ersten Divespot am Bonegi Beach. Am Vorabend haben wir mir noch Tauchausruestung von Freunden zusammen gesammelt, jetzt kann es also losgehen. Der Strand ist traumhaft und auch das Wetter verspricht einiges. Die meisten Strandabschnitte auf der Insel sind Privatbesitz der Ureinwohner und so muessen wir bei Nutzung eine Gebuehr bezahlen. Bevor wir ins Wasser gehen gibt es jedoch erstmal die erste Kokosnuss des Tages...und ich muss sagen, sie schmeckt ^^...
Auch unter Wasser ist dieser Spot einfach umwerfend. Hier liegt ein japanisches Transportschiff, welches ueberwuchert ist von Korallen und eine Vielzahl von Fischen beheimatet. Es ist mein erster Wracktauchgang und auch mein erster Tauchgang unter 30 meter!! Aufregend!
Beim zweiten Dive des Tages geht es einen Strandabschnitt weiter. Sofort faellt das Schiffswrack auf, dass teilweise aus dem Wasser schaut.
Am Abend geht es in einen Club. Wir fallen natuerlich dank der hellen Haut sofort auf. Die Jungs werden sofort von Inselschoenheiten umworben und auch ich muss aufpassen. Ich bin froh dass ich die Kerle dabei habe, die wirklich gut auf mich aufpassen. Wir treffen weitere Freunde die uns den ganzen Abend einladen. Dazu werden wir auf den VIP Balkon eingeladen, welcher einen netten Blick auf die Tanzflaeche bietet. Es ist wirklich eine extreme Erfahrung wenn man nur wegen der Hautfarbe solche Privilegien erfaehrt. Ich fuele mich sehr unwohl und entscheide mit ein paar Freunden und zwei Einheimischen Maedels auf die Tanzflaeche zu gehen anstatt auf dem Balkon zu "tronen". Natuerlich werd ich sofort angetanzt aber die Maedels geben ihr Bestes um saemltliche Typen von mir fern zu halten...ein wirklich sehr unangenehmes Gefuehl :-/
Der naechste Tag ist der heissteste und schwuelste Tag der Woche und wir liegen den ganzen Tag mit einem Hangover auf der Coach...schlechtes Timing nenne ich sowas! Zusaetzlich bin ich uebersaet mit Muecken und Sandflystichen..arg! Gut dass ich Malariatabletten nehme. Bei der Stichdichte ist die Chance dass eine Dabei war nicht gerade gering.
Den Tag darauf geht es alles wieder besser und wir fahren die Kueste etwas weiter um mit einem Speedboot etwas weiter aufs Meer zum Outer Reef zu fahren. Hier sehe ich meine ersten Haie auf den Salomonen. 5-6 Black und Whitetip reefsharks dazu einen grauen Reefshark. Eine gute Ausbeute fuer den ersten Tauchgang.
Dass Wetter wird immer bescheidener und am naechsten Tag giesst es in Stroemen. Bloed dass wir eine recht teure Tour mit der Tauchschule zur enachbarten Inselgruppe gebucht haben. Uf der Ueberfahrt werden wir maechtig durchgeschuettelt und dazu vom Regen durchnaesst. Alle sind erleichtert als wir endlich nach 1 1/2 Stunden am Spot ankommen und ins warme Wasser rutschen koennen. Trotz schlechten Wetter werden wir belihnt mit einer Vielzahl von Fisch und Korallen. Wir sehen einige Haie und viiiiele schoene Nacktschneckis =) Dank hohem Wellengang, Regen aus allen Richtungen und maechter Stroemungen sind wir am Ende des Tages fix und fertig und freuen uns auf das Sofa.
Fuer die letzten zwei Tauchgaenge fahren wir wieder mit dem Speedboot raus ans Outer Reef. Es regnet. Jedoch werden wir von einer Delphinschule ueberrascht die unser Boot eine weile begleitet. Leider sind sie schon wieder weg als wir uns ins Wasser lassen. Aber ihr fiepen ist unterwasser noch gut zu vernehmen.
Den lezten Tag verbringen wir in der Stadt im National Museum und in Souvenierlaeden. Kaum zu glauben wie schnell die Woche schon wieder umgegangen ist. Schade

Dienstag, 12. Februar 2013

AIMS

"Cape Ferguson, Cape Ferguson... This is Tender. The three divers are in the water. Over" " This is Cape Ferguson, thank you tender, we are on standby." Die Wellen schlagen gegen das kleine Schlauchboot. Die Sonne steht hoch am Himmel und trocknet in Sekunden die Salzwassertropfen auf der Haut. Ein paar Luftblasen wenige Meter neben dem Boot zeigen noch den Standort der Taucher an, die sich soeben ins Wasser gelassen haben. Jetzt heisst es warten..... Das "Australian Institute of Marine Science" (AIMS) ist eine von der Regierung gefoerdete Einrichtung, die sich mit der Erforschung und Beobachtung der marinen Lebensraeume rund um Australien beschaetigt. Dabei werden besonders Schwerpunkte in den Bereichen marine Biodiversitaet, Einfluesse und Anpassungen des Klimawandels, Wasserqualitaet und die Gesundheit der Oekosysteme gesetzt. Von den Ergebnissen der Studien profitieren hierbei sowohl die Fischerei, die Oel- und Gasindustrie, der Rifftourismus als auch die Aquakulturindustrie. Durch Kontakte meiner Bachelorarbeits-Betreuerin habe ich die Chance bekommen, schnellen Kontakt zu einer der Arbeitsgruppen am AIMS aufzunehmen. Die Arbeitsgruppe findet sich in dem Arbeitsfeld Klimawandel wieder und beschaeftigt sich sowohl mit kalzifizierenden Organismen wie einigen Algen und Korallen (und Foraminiferen) als auch mit Seegurken, -sternen und -igeln. Diese werden allesamt bei sich veraendertem pH und Temperaturen gehalten um die Wachstumsraten, Photosyntheseraten usw. bzw. Fortpflanzungsverhalten zu untersuchen. Als Volunteer werde ich zwar nicht bezahlt, habe jedoch die Chance Kontakte zu knuepfen und viel Erfahrung im Bereich mariner Forschung zu sammeln. Ausserdem wurde mir eine Unterkunft direkt am Institut bezahlt, sowie ein Speedbootkurs, ein Erste Hilfe Kurs und eine Funkausbildung. Dazu durfte ich an einer einwoechigen Expeditition mit dem Forschungsschiff Cape Ferguson teilnehmen. Hierbei tourten wir zwischen den Inselgruppen der Palm Islands in der Mitte des Great Barrier Reefs herum und nahmen auch einen Abstecher zum Rib Reef am aeusseren Rand des GBRs vor. Auf dieser Tour waren Doktoranden und Postdoktoranden verschiedener Fachgebiete an Board. Es wurden Korallen, Sedimente, Seeigel und Algen gesammelt und sowohl an Board als auch direkt vor Ort am Meeresgrund untersucht. Da ich zz leider nur den Open Water Tauchschein habe durfte ich nur schnorchelnerweise am Ganzen teilhaben. Das war jedoch auch sehr nett =)... Als nun ausgebildete Bootsfahrerin wurde ich des oefteren als Boaty eingesetzt. Dh ich musste das kleine Schlauchboot beladen, sicherstellen das alle eine nette kleine Schwimmweste an haben, das Boot raus zur Divesite fahren, wenn alle im Wasser sind einen Funktspruch ans Mutterschiff (nein nicht im Weltall!) abgeben das alle im Wasser sind, dann die Taucherflagge raushaengen und warten bis alle wieder an Board sind. Das hat dann schonmal 90 Minuten gedauert und man musste aufpassen, dass man nicht verbrennt und vertrocknet.
An Board der Cape Ferguson waren meine Aufgaben eher auf das Anreichen von Material und das Messen von pH, Temperatur und Sauerstoff beschraenkt. Was jedoch vor allem am Aussenriff durch starken Seegang (ja auch ich war seekrank :-/) nicht sehr leicht war. Ueberlebt habe ich das ganze dann nur durch sehr viel Ingwertee mit Honig und In-der-Ecke-liegen. Der Tag begann meist zwischen 5:30 und 6 Uhr in der Frueh. Fruehstueck gab es um 7 Uhr. Um 10 Uhr gab es zur Pause ein paar sehr leckere Haeppchen vom Koch und um 12:30 Uhr dann Mittagessen was meist ein Bueffet aus verschiedenen Kleinigkeiten war. Abends gab es dann ein 5-Sterne Essen gezaubert. Das nenn ich doch ein Forscherleben ;-) Am Institut habe ich die erste Woche Seeigel-Spermien-Videos analysiert. Da der ein oder Andere jetzt schmunzeln wird muss ich klarstellen dass das nun wirklich nicht so einfach ist ^^...die Spermien duesen ueber den Bildschirm und du musst sie markieren und mittels einem Programm die Geschwindigkeit messen. Dazu in dem Gewusel auch noch die Spermien zaehlen, die sich nicht bewegen. Des Weiteren habe ich die Spermiendichte der Loesungen unter dem Miktoskop ermittelt und dem Doktoranden (kommt aus Bremen) bei seinen Versuchen geholfen. Ich wohne zz on Site, dh direkt am Institut. Dieses liegt etwa 50 min suedlich von Townsville City in einem Nationalpark. Vorteil: schnell bei der Arbeit, Ruhe, eigenes Apartment mit Kueche, Bad und riesen Bett, wunderschoen einsamer Strand vor der Haustuer und free Internet...Nachteil: Abgeschieden von der Aussenwelt !!!! Aber dass ist nicht soo dramatisch...wenn ich ueber das Wochenende mal in die Stadt moechte kann ich bei einer Freundin unterkommen und meine Einkaeufe erledigen oder Freunde im Guesthouse besuchen. Ausserdem sind es ja nur noch 4 Wochen am AIMS ;-) naechste Woche mache ich erstmal Urlaub. Da ich 3 Monate auf der Farm gearbeitet habe und beim Fieldtrip ja nicht mittauchen durfte habe ich mir einen Flug auf die Salomonen gegoennt. Die liegen Nordoestlich von Australien im Pazifik und gelten als Tauchparadis schlecht hin. Na dann bin ich ja mal gespannt ;-) Da die Salomonen ein extrem Malariegebiet sind habe ich mich auch schon artig mit Vorsorgetabletten eingedeckt...Die muss ich auch noch 4 Wochen nach der Reise einnehmen, damit auch wirklich nichts passieren kann...:-/ Ich melde mich! Mareike PS> speziellen Gruss an Nina! Ich habe einen Sportkeller am AIMS entdeckt in dem ich jeden Abend ne Runde Spinning betreibe ;-)leider seeeehr alte Geraete und keine so nette Gesellschaft wie in Bremen !

Sonntag, 27. Januar 2013

"37 Grad und es wird immer heisser..." oder "The Civic Guesthouse"

Heute ist der Tage aller Tage! Ich hatte meinen letzten Arbeitstag im Hostel und ziehe morgen um in eine Unterkunft neben dem Institut. Dazu haben wir momentan 37 Grad, extrem hohe Luftfeuchtigkeit, kein Telefonempfang mehr, die Geschaefte haben zu wegen Feiertag und saemtliche Geldautomaten haben kein Geld mehr. Was soll man dazu sagen...Die letzten Wochen gingen um wie im Flug. Wenn wir nicht den ganzen Tag im klimatisierten Zimmer gelegen haben, haben wir Ausfluege zu einem der umliegenden Straende unternommen, waren im Kinderwasserpark oder haben ein nettes BBQ am Meer veranstaltet. Ueber die Wochen hat sich eine sehr nette kleine Gruppe gebildet, die ich wirklich schweren Herzens verlassen werde. Aber ich freue mich schon wahnsinnig auf meine neuen Aufgaben am Institut und vorallem auf den Fieldtrip Anfang Februar. Drueckt die Daumen, dass nicht noch ein Cyclone die Kueste entlang fegt und unser kleines Boot durchschaukelt ;-) Gruesse Mareike

Mittwoch, 2. Januar 2013

Und die Reise geht weiter...

Zunaechst einmal moechte ich allen Bloglesern ein frohes neues Jahr wuenschen! Ich hoffe ihr habt entspannte Festtage gehabt und eine ordentliche Silvesterparty. Weihnachten habe ich im Kakadu NP verbracht. Was soll ich sagen...kein Schnee, kein Tannenbaum, kein Weihnachtsmarkt...kein Gluehwein... schon ein wenig anders. Um genau zu sein sehr heiss und voller Fliegen ^^ Aber auch wundervolle Wasserfaelle, atemberaubende Lookouts, eine Menge Wildlife und beeindruckende Felsformationen mit uralten Wandmalereien.
Silvester wurde dann aber natuerlich nicht in der Einsamkeit verbracht sondern in der Partyhochburg Darwin (Ironie!!). Um 15 Uhr ging es ersteinmal an die Lagoone um sich einen guten Platz zu sichern. Beladen mit allerlei Leckereien warteten wir dann bis um 21 Uhr das Familienfeuerwerk startete. Um Mitternacht ging es dann zum Casino. Nein nicht hinein sondern dahinter. Da das Casino von Darwin direkt am Meer liegt genossen wir ein wirklich nettes Feuerwerk aus naechster Naehe und konnten dabei aufs Meer blicken. Um 6.40 Uhr in der Frueh ging dann schon mein Flug nach Brisbane. Den hatte ich gebucht, da ich vor drei Monaten das Angebot bekommen habe, fuer eine Bremer Doktorandin in Southport (naehe Brisbane) zu arbeiten. Leider hat sich die gute seid drei Monaten nicht mehr bei mir gemeldet und so sass ich nun allein in der grossen Stadt. Netterweise waren zwei ehemalige Arbeitskollegen von der Mangofarm auch in Brisbane und so verbrachten wir einen netten Nachmittag an der Lagoone, der Southbank, von Brisbane. Wie sollte es nun weiter gehen??? Neben dem Job in Southport hatte ich dank Kontakt meiner Bachelorbetreurin zum australian institute of marine science (AIMS) die Chance auf eine Volunteerstelle in Townsville (noerdlich von Brisbane, suedlich von Cairns). Dort hatte ich mich bereits Mitte November gemeldet und wurde gleich sehr freundlich vom hamburgischen Biologen Sven Uthiecke begruesst. Die Welt ist auch zu klein...den kurzer Hand von Brisbane nochmals kontaktiert und erfahren dass es bei ihm erst Mitte Januar losgeht. Was also tun noch zwei bis drei Wochen? Rasch bei der Internetseite Gumtree nachgesehen und in Townsville ein Guesthouse gefunden das Arbeiter sucht die ohne Bezahlung aber fuer Unterkunft 3 Stunden am Tag arbeiten. Angerufen. Job bekommen. Flug gebucht. Gleich am Naesten Tag nach Townsville geflogen. Simpel. Ein wenig geaergert da ich von Darwin haette gleich nach Townsville fliegen koennen aber was solls. Das Hostel hier in Townsville ist suuuuper. Sehr sauber und extrem freundliches Personal! Ausserdem eine Stadt genau wie ich es mag. Ueberschaubar, nicht so ueberlaufen, netter Strand zum schwimmen, nette Leute und super Wetter. Mir geht es also blendent ;-) Morgen wird nach der Arbeit (drei Stunden am Tag) erstma ne Runde geschwommen und gesonnenbadet. Nice! Eure Mareike