Freitag, 5. Oktober 2012

"Australia here I come !" oder "Das Gefuehlschaos"

Nach insgesamt 52 Stunden Flug und Aufenthalt auf Flughaefen komme ich endlich in Darwin an. Es ist schwuel und mindestens noch 28 Grad warm. Es ist 1:40 am Morgen. Mit dem Shuttle Bus fahre ich zum Hostel und falle sofort ins Bett. Es dauert dennoch eine ganze Weile bis ich einschlafen kann. Am naechsten Morgen mache ich mich auf den Weg wichtige Angelegenheiten wie Bankkonto, Handynummer, Job zu klaeren. Zunaechst gehe ich zur Bank. Ich eroeffne ein Konto, muss aber spaeter nochmal wieder kommen da ich Handynummer und feste Adresse angeben muss fur die Zusendung der Karte. Ok weiter zum Handygeschaeft. Das kaufen einer Handykarte lauft genauso reibungslos wie in Deutschland. Also weiter zum Jobcenter. Doch wo ist es hin? Da wo ich es in Erinnerung hatte ist nun ein normales Wohnhaus. hm...das Informationscenter gibt mir eine Liste weiterer Jobcentren. Zur Sicherheit waehle ich die Handynummer des Besitzers der Mangofarm, auf der ich arbeiten will. Der sagt mir ganz trocken, dass er keine Arbeiter mehr braucht und legt auf. Zur Information: vor vier Jahren habe ich bereits auf dieser Farm gearbeitet und hat allen Arbeitern versichert, dass wir jederzeit zuruck kommen koennen um wieder bei ihm zu arbeiten. Vorsichtshalber habe ich vor einem Monat zwei emails an ihn geschrieben, in denen ich ihm mitteilte, dass ich Anfang Oktober nach Darwin komme und gerne bei ihm arbeiten wuerde und ob es immernoch den gleichen Lohn gibt. Er antwortete, dass es immer noch 19$/h gibt und die Saison Ende September startet. Ich darauf hin geschrieben dass ich am 5.10 ankomme und ob sie mich in Palmerston abholen koennten. Daraufhin kam keine Antwort. Tja. Nun sass ich da, ohne Job, in einer Gegend wo es sonst keine Arbeit gibt und hatte etwa 200 euro fuer den Flug ausgegeben um auf der Farm arbeiten zu koennen. Meine Stimmung war dem entsprechend mies. Die Hoffnung noch nicht aufgegeben, suchte ich nach anderen Jobs. An der Pinnwand des Hostels fand ich einige interessante Volunteer angebote und ich gewann wieder Mut. Nach einigen Mails an Organisationen schrieb ich auch noch eine "Hassmail" an die Mangofarm. In der stand, dass ich 200 Euro bezahlt habe um nach Darwin zu kommen um auf der Farm zu arbeiten und dass ich doch extra bescheid gesagt hatte dass ich komme. Sie haetten mir ruhig schreiben konnen dass sie keine Arbeiter mehr brauchen, dann hatte ich das Geld sparen koennen. Danach fuehlte ich mich wesentlich erleichterter. Ich machte einen Spaziergang zum Strand und genoss die Sonne. Am Abend ging ich dann noch in den Supermarkt um etwas zu Essen zu kaufen, als ploetzlich das Handy klingelte. Es war Rae, eine Angestellte des Mangochefs mit der ich mich das letzte mal auch sehr gut verstanden habe. Sie teilte mir mit, dass es ihr Leid tut wie es gelaufen ist und dass sie meine letzte Mail ueberlesen hat und ich desshalb nicht auf ihrer Arbeiterliste stand, sie aber jetzt die Mail gefunden hatte. Ob ich ein Auto habe und wann ich anfangen wolle. Mir viel ein riesen Stein vom Herzen und ich konnte kaum reden weil ich so erleichtert war und fast angefangen haette zu heulen ^^. Puhhhhh...Es sollte sich also doch noch alles zum guten wenden. Sonntag werde ich nun mit dem Bus eine Stadt weiter fahren und von dort aus werde ich abgeholt. Ich bin sehr gespannt auf die Leute und freue mich meine Reisekasse nach den hiesigen Flugkosten wieder etwas auffuellen zu koennen. Bis demnaechst! Mareike

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